Die zweite Herren musste am vergangenen Wochenende doppelt ran. Samstag traf man auf die Red Devils aus Berlin und gastierte tags drauf bei den Chiefs in Üdesheim. Beide Mannschaften waren bis dato die einzigen Teams, die den jungen Wilden eine Niederlage diese Saison zufügen konnten (bedingt durch den Miners Rückzug).

Hatten die Berliner noch Wochen zuvor ironisch über Dennis Holthausen Äußerung berichtet, der sich über einen 8 + 1 Kader in Berlin beklagte, weil sie doch immer so wenige auswärts seien, so stand auf der Berliner Aufstellung auswärts in Krefeld gar ein Feldspieler mehr als bei den Seidenstädtern. Ganz so dünn kann der Kader der Hauptstädter also doch nicht sein.

Die Partie gegen die roten Teufel startete denkbar schlecht. Capitano Winkels erhielt zwei Minuten für (unabsichtliches) Tor verschieben und sechs Sekunden vor Ablauf der Unterzahl konnte Berlin in Überzahl zur 1:0 Führung treffen. Eine Minute später konnten die Hausherren jedoch durch eine sehenswerte Kombination ausgleichen und vier Minuten später die Führung erzielen (2x Holthausen). 20 Sekunden nach dem 2:1-Fünrungstreffer legte Flo Lintorf gar zum 3:1 nach und die Partie lief für die spielerisch überlegenen Hausherren sehr gut. Die Hauptstädter kamen jedoch etwas unverdient fünf Minuten vor der Pause nochmal heran, sodass es mit einem 3:2 in die Pause ging.

Das zweite Drittel unterbot dann bis dato sämtliche Saisonspiele in spielerischer Hinsicht, sodass die einzigen Highlights zwei Krefelder Strafen (gegeben von den relativ auswärtsorientierten Spielleitern) waren.

Im dritten Drittel dann ein ähnlich „entspanntes“ Spiel, es schien jedoch so, als wäre es nur eine Frage der Zeit bis die Gäste nochmal treffen und so kam es in der 47. Minute als die Red Devils den Ausgleich erzielten. Weil beide Mannschaften in der Folge jedoch nicht mehr viel investierten musste der Sieger im Penaltyschießen gefunden werden, in dem Mo Bernecker den entscheidenen Penalty versenkte.

Die spielerische Leistung des ersten Drittels hätte den Krefeldern sicherlich bei einer entsprechenden Leistung in Drittel zwei und drei den Sieg nach 60 Minuten gebracht, doch manchmal läuft einfach nicht viel zusammen.

 

Sonntags mussten die Seidenstädter dann auswärts im Chiefs Garden ran. Die Vergangenheit zeigte, dass es für die Krefelder bessere Pfalster gibt als die Neusser Asche. Die Begegnung begann auch wie so oft in Üdesheim, denkbar schlecht für die Krefelder und das Team lag bereits nach 5 Minuten mit 2:0 hinten. In Überzahl konnten die Bären jedoch den Anschlusstreffer erzielen, welcher jedoch durch einen satten Schuss der Neusser wieder egalisiert wurde. In der 14. Spielminute erzielten die Krefelder Eisbären dann abermals den Anschlusstreffer, doch acht Sekunden vor der Pausensirene konnte der überragende Dennis Kobe (beteiligt an 8 von 9 Toren) die 4:2-Pausenführung für die Chiefs erzielen.

Im zweiten Drittel dann ein gänzlich verändertes Bild: die Bären standen bei ihren Gegenspielern und dominierten das gesamte Drittel lang die Gastgeber. Einziges Problem: es sprang nur ein Treffer für die Skating Bears heraus, sodass es mit einem 4:3 für die Üdesheimer in die zweite Pause ging.

Im letzten Drittel nutzten die Hausherren dann kurz vor Ablauf der Gästestrafzeit ihre Überzahl und erzielten die zwei Tore Führung. Krefeld gab jedoch nicht auf, spielte immer weiter und kam in der 55. Minute zum Ausgleich. Knackpunkt der Partie war dann allerdings die 58. Spielminute in der D. Kobe in Unterzahl die neuerliche Führung für die Chiefs erzielen konnte, von der sich die Krefelder nicht mehr erholen konnten.

Im Vergleich zur Leistung tags zuvor, war besonders das zweite Drittel eine riesige Steigerung und man hätte eher in der Partie, als in der zuvor Punkte verdient gehabt, aber es sollte nicht sein.