Am Sonntagmittag ging es bei bestem Wetter für die Mannschaft von Coach Bernhardt zu den Miners Oberhausen II in die angenehm temperierte Halle. Im letzten Jahr konnten die Seidenstädter bei den Minenarbeitern in einem Spiel der schlechteren Sorte mit 9:7 triumphieren. Doch die Krefelder waren nach den Siegen der Ruhrgebietler gewarnt und so gingen sie zunächst forsch in die Partie. Nach bereits 5:57 gingen die Krefelder dann auch ihrer Favoritenrolle nach und trafen in Person von Joel Palacz zum 1:0. Das Spiel ging Chancenmäßig allerdings hin und her und Marvin Schrörs konnte einige Male an alter Wirkungsstätte gute Einschussgelegenheiten der Hausherren vereiteln. In der 14. Spielminute machten die Bären das Spiel dann breit und Dennis Holthausen zog von weit außen an allen Gegnern vorbei und traf zum 2:0 für die Gäste. Von nun an schien es aber, als hätten sich die Oberhausener vorgenommen aus ihren Chancen mehr zu machen und so trafen sie in der 15. Spielminute zum 1:2 Anschlusstreffer und noch vor der Pause zum Ausgleich. Die Eisbären hatten in der Zwischenzeit kämpferisch nachgelassen und machten sich das Leben mit Strafen und komplizierter Spielweise selbst schwer.

In der Drittelpause gab es daher vom Coach die eindeutige Ansage das Spiel wieder breit zu machen und wieder mehr Einsatz zu zeigen. Doch das zweite Drittel ging für die Krefelder weiter wie bereits der erste Spielabschnitt, denn die Chancen und Schüsse waren zwar vorhanden, doch was Zählbares kam nicht rum. So waren es die Gastgeber die ihre gute Chancenverwertung erneut unter Beweis stellten und bis zur 34. Spielminute auf 4:2 für Oberhausen davon zogen. Krefeld kam aber durch Flo Lintorf nochmal heran und konnte vor der zweiten Pause auf 4:3 verkürzen.

Die letzten Pausenansage von Coach Bernhardt war eindeutig; Kampf annehmen, technische Überlegenheit ausnutzen und endlich ins Tor treffen. Doch selbst eine von mehreren Überzahlgelegenheiten zu Beginn des Schlussabschnitts brachte außer Aluminiumtreffern für Krefeld nichts ein und selbst wenn der Ball mal auf das Oberhausener Gehäuse kam war er sichere Beute des grundsoliden Miners Goalie. So nutzten die Minenarbeiter eine ihrer weiteren guten Chancen zur erneuten zwei Toren Führung – 6:3. Die Seidenstädter konnten aber bereits 10 Sekunden später erneut den Anschlusstreffer erzielen. Von diesem Zeitpunkt an war es ein ständiges Hin und Her und beide Goalies konnten sich auszeichnen. Ins Tor trafen aber nur noch die Gastgeber, denn selbst weitere Überzahlspiele für Krefeld inklusive herausgenommenem Torhüter konnten die Jungs an diesem Tag nicht nutzen. Bis zum Ende der Partie trafen nur noch die Miners und so ging die Partie (überraschenderweise) mit einem 8:4 für Oberhausen zu Ende.

Die Bären müssen sich am Ende vorwerfen ihre vielen Schüsse nur auf und nicht ins Tor gebracht zu haben, nicht die komplette Partie über den Kampf angenommen zu haben und die Spielzüge häufig zu kompliziert gestaltet zu haben.